Blizzard Entertainment President J. Allen Brack hat in einem Interview mit Venturebeat über einige interessante Aspekte rund um das Entwickeln von neuen Erweiterungen für World of Warcraft gesprochen. Zunächst stellt er klar, dass es einem Entwickler darum geht, neue Systeme und Features für das Spiel zu erschaffen, mit all seinen Herausforderungen. Er selbst findet beispielsweise, dass Mists of Pandaria in der öffentlichen Wahrnehmung missverstanden wurde, was sich aber immer mehr ändert.

So ist J. Allen Brack der Meinung, dass Mists of Pandaria und auch Legion während ihrer jeweiligen Laufzeit zwar häufig kritisiert wurden, mittlerweile viele Spieler aber gerne an diese Erweiterungen zurückdenken. Es ist kein neues Phänomen, dass WoW-Erweiterung Jahre nach ihrem Release im Ranking der Spieler steigen.

Mini-Erweiterungen und 2-Jahres-Zyklus

Aktuell werden Erweiterungen für World of Warcraft im Abstand von etwa zwei Jahren veröffentlicht und es gibt drei große Patches pro Erweiterung. Brack ist mit diesem Zyklus aktuell sehr zufrieden und hält es für eine angemessene Geschwindigkeit. In den letzten 15 Jahren haben die Entwickler viel experimentiert, was das Veröffentlichen von neuem Content angeht. Allerdings spricht er im Interview auch über eine Art Mini-Erweiterung. Im Fall von Argus haben die Entwickler tatsächlich überlegt, ob man daraus nicht eine kleine Erweiterung machen sollte.

Solche Mini-Erweiterungen wären aber im aktuellen Entwicklungsprozess nicht machbar. Außerdem stellt sich immer wieder die Frage, ob beispielsweise das Thema "Argus" tatsächlich genügend Stoff für eine separate Erweiterung bieten würde. Letztendlich hat man sich dann dagegen entschieden. Mini-Erweiterungen wären vermutlich erst dann möglich, wenn die Art der Content-Releases von WoW generell über den Haufen geworfen wird - also weg von großen Erweiterungen alle zwei Jahre und das ist aktuell nicht geplant.

Classic und Retail als Mehrwert

Neben dem aktuellen Release von einer Erweiterung alle zwei Jahre und drei großen Content-Patches gibt es bei World of Warcraft in diesem Jahr eine neue Situation - der Release von WoW Classic. Das ist auch für die Entwickler eine besondere Situation, denn zum ersten Mal in der Geschichte von World of Warcraft wird es ab Ende August zwei Live-Clients für das Spiel geben.

Brack sieht einen Mehrwert darin, dass Spieler zwischen Retail und Classic wählen können. Mit nur einem Abo kann man dann je nach Laune zwischen den beiden Versionen wechseln. Was die Entwickler über eigene Legacy-Server zu The Burning Crusade und Wrath of the Lich king denken, könnt ihr hier nachlesen.

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